Unschuldig in Haft – Jan Schmitt

 

 

Unschuldig in Haft – Jan Schmitt

Kurzzusammenfassung:
Wenn der Staat zuschlägt: Tücken, Fehler und Fallstricke der deutschen Justiz
Es kann jeden treffen: Plötzlich klingelt es an der Tür und nichts ist mehr, wie es war. Ein Haftbefehl, ein Gerichtsverfahren, eine Gefängniszelle – wer unschuldig in Haft gerät, geht durch die Hölle. Davon erzählt dieses Buch.

Jan Schmitt rollt spektakuläre Kriminalfälle auf, lässt sie durch Prozessakten und Aussagen noch einmal lebendig werden. Der Überlebenskampf von Menschen, die nie straffällig geworden sind, liest sich spannend wie ein Krimi und gibt den Blick frei in das Innerste unserer Justiz – in ein oftmals intransparentes System mit vielen Schattenseiten.

Die Tat, die keine war: Der Fall Monika de Montgazon
Die Anklage: Mord.
Das Urteil: lebenslänglich.
Zweieinhalb Jahre unschuldig in Haft.
Zerstörte berufliche Existenz.
Langjähriger, zermürbender Kampf um Entschädigung.
Nur ein Beispiel von vielen!

Quelle Amazon

Zunächst einmal danke an das Gütersloher Verlagshaus für die Testleser-Aktion, bei der ich diesen Titel erhalten habe.
In drei Fällen beschreibt Jan Schmitt, wie rasch man unschuldig in die Mühlen der Justiz geraten kann. Wer nun denkt, es müsse schon ein wenig Wahrheit geben, wenn jemand hinter Gitter kommt, der irrt gewaltig. Alle drei Fälle sind solche, in die jeder von uns geraten könnte. Sei es durch die Boshaftigkeit einer karrieregeilen Kollegin, der Vertuschung von kriminellen Machenschaften der Ehefrau oder Fehlern bei der Auswertung eines Brandschauplatzes.

In einem der Fälle wird ein Lehrer von einer Kollegin der Vergewaltigung beschuldigt, in einem weiteren wird der Schauplatz eines Hausbrandes falsch ausgewertet und eine Frau wird für den vorsätzlichen Mord an ihrem Vater verurteilt. Im letzten Fall gerät ein Mann in die Fänge der psychiatrischen Haft, weil er auf die krummen Geschäftstouren seiner Frau bei ihrer Arbeit auf der Bank. Um ihn loszuwerden erfindet besagte Dame Horrorgeschichten, um ihren Mann aus dem Feld zu räumen.
Bis die Betroffenen aus dem Gefängnis bzw. der psychiatrischen Behandlung freikommen, dauert es Jahre und das Eingreifen von Personen, die eigentlich nicht zwangsläufig mit dieser Aufgabe betraut sind. Fast zufällig kommen diese Personen zu der Aufgabe, die Unschuld des jeweiligen Verurteilten zu beweisen. Leider wird es nach dem lange erhofften Freispruch für diese Menschen nicht leichter. Denn ein einmal Inhaftierter kommt von diesem Makel, auch wenn er öffentlich nachträglich freigesprochen wurde, nicht mehr los.
Viel mehr zu den einzelnen behandelten Fällen möchte ich gar nicht erzählen, sonst nimmt es vermutlich ein wenig die Spannung beim Lesen. Ich kann euch aber sagen, dass es einem eiskalt den Rücken herunterläuft, wenn man liest, wie leicht man jemanden bequem aus dem Weg räumen kann, wenn man es denn überzeugend einfädelt. Ein paar kleine Unachtsamkeiten bei der Ermittlung und schon ist man aufgeschmissen.
Natürlich sind diese Geschehnisse Einzelfälle in unserem Justizsystem, aber wer mag zu sagen, wie viele der Inhaftierten die behaupten: “Ich habe es nicht getan”, vielleicht wirklich die Wahrheit sprechen.

Fazit:
Sehr gut geschriebenes Sachbuch, in dem der Autor durch das Erzählen der einzelnen Schicksale Dinge aufdeckt und erklärt, ohne dabei wie ein Sachbuchautor zu agieren. Die Seiten rasen an einem vorbei, wenn man sich in die Schicksale der Betroffenen eingelesen hat, denn man möchte natürlich sofort wissen, ob und wie sie aus der Sache herauskommen. Ich fand es sehr interessant und leicht zu lesen. Deshalb bekommt Unschuldig in Haft von Jan Schmitt auch volle Punktzahl. Sechs von sechs Daumen

Daumen hochDaumen hochDaumen hochDaumen hochDaumen hochDaumen hoch

Diese Rezension ist die abgearbeitet Aufgabe 47 von Daggis Buch-Challenge 2014
Lese ein Buch, das Du zum rezensieren erhalten hast.

Sub

Zudem möchte ich sie für Aufgabe 10 Buchchallenge 20/14 bei Mandy verwenden
Lies ein Sachbuch.

buchchallenge2014

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