Honigtod – Hanni Münzer

Honigtod – Hanni Münzer

Kurzbeschreibung:

Wie weit geht eine Mutter, um ihre Kinder zu retten? Wie weit geht eine Tochter, um ihren Vater zu rächen? Wie kann eine tiefe, alles verzehrende Liebe die Generationen überdauern und alte Wunden heilen?
Als sich die junge Felicity auf die Suche nach ihrer Mutter macht, stößt sie dabei auf ein quälendes Geheimnis ihrer Familiengeschichte. Ihre Nachforschungen führen sie zurück in das dunkelste Kapitel unserer Vergangenheit und zum dramatischen Schicksal ihrer Urgroßmutter Elisabeth und deren Tochter Deborah. Ein Netz aus Liebe, Schuld und Sühne umfing beide Frauen und warf über Generationen einen Schatten auf Felicitys eigenes Leben.
Quelle Amazon

Als Felicity von ihrem Vater erfährt, dass ihre Mutter Martha verschwunden ist, gerät sie in Panik. Es sieht ihr überhaupt nicht ähnlich zu verschwinden und ihren kranken Vater, ohne ein Wort allein zu lassen. Als sie bei Nachforschung erfährt, dass Martha zuerst völlig aufgelöst aus dem Zimmer ihrer verstorbenen Mutter im Altenheim geflohen ist, und direkt danach die USA in Richtung Rom verlassen hat, fliegt sie ihr hinterher. Mit der Hilfe eines ortsansässigen Priesters findet sie ihre sehr gläubige Mutter und begibt sich mit Hilfe von Aufzeichnungen ihrer Großmutter Deborah auf eine Reise in die Vergangenheit der Familie.

Deborahs Geschichte beginnt in München in den Enddreißiger Jahren und führt damit zwangsläufig in die Wirren des 2. Weltkrieges. Ihr jüdischer Vater verschwindet eines Tages spurlos und ihre Mutter Elisabeth, eine erfolgreiche Opernsängerin versucht tapfer ihre beiden Kinder durch Leben zu schleusen und ihren Mann wieder zu finden. Immer wieder plant sie eine Flucht, die jedes Mal durch widrige Umstände zum Scheitern kommt. Um die Sicherheit ihrer Kinder zu gewährleisten, scheut Elisabeth sich nicht, auf Angebote und Hilfsleistungen von Männern aus dem Naziregime zurückzugreifen. Sie heiratet Albrecht Brunnmann, einen Nazi und behält dadurch ihr Haus und eine gewisse Sicherheit. Als sie stirbt, nimmt sich Brunnmann ihrer Tochter Deborah in romantischer Weise an.

Damit beginnt im späteren Teil ihre Geschichte als geliebte eines Nazis mit halbjüdischem Hintergrund, muss sie sich seinen Forderungen stellen. Brunnmann nutzt dies gnadenlos aus und droht ihr immer wieder damit, ihren Bruder Wolfgang ins KZ zu schicken, wenn sie sich widersetzt. Doch dann lernt Deborah Marlene kennen, die sich im Widerstand engagiert und ihr Leben trägt fortan wieder einen kleinen Schimmer der Hoffnung …

Was ihr in den Zeiten des Widerstandes passiert, solltet ihr selbst lesen, weshalb ich es hier noch nicht verraten werde,

Fazit:

Liest man die Rezensionen zu diesem Buch, fällt auf, dass Hanni Münzer entweder hochgelobt wird, oder total hinten runter fällt. Bewertungen im Mittelfeld scheint es kaum zu geben. Ich mochte die Geschichte sehr, auch wenn mich der manchmal sehr blumige Schreibstil nicht zu 100% ansprach, hat er doch der Story an sich überhaupt keinen Abbruch getan. Sie ist schlüssig, man fiebert, hasst und weint mit den Protagonisten und ist heilfroh darüber, diese Zeit nicht mitgemacht zu haben. Zugleich erkennt man, wie wechselbar und beeinflussbar Menschen sind und immer sein werden. Wehret den Anfängen gilt für die Vergangenheit, die Gegenwart und erst recht die Zukunft. Das sollte man sich immer wieder vor Augen halten! fünf von sechs Daumen für eine Reise in die unschöne Vergangenheit von Felicity und den Deutschen im Allgemeinen.

Daumen Pic.Daumen Pic.Daumen Pic.Daumen Pic.Daumen Pic.

Diese Rezension ist eine abgearbeitete Aufgabe von Daggis Buch-Challenge 2016
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7. Lese ein Buch das verfilmt wurde, gerade verfilmt wird oder für das eine Verfilmung geplant ist.

Laut einem Artikel auf Focus. de vom Juli 2015 ist der Verfilmung in Arbeit .

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2 Kommentare von "Honigtod – Hanni Münzer"

  1. Februar 20 - 16:02 | Permalink

    Klingt gut, danke für die schöne Rezi. Das Buch steht schon bei mir im Regal, wie so viele Schätze, die endlich aufs Gelesenwerden warten. https://www.gib-mir-worte.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_good.gif

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