An einem Morgen im Mai – Beth Gutcheon

Cover An einem Morgen im Mai

An einem Morgen im Mai – Beth Gutcheon

Kurzzusammenfassung:

Susan erlaubt ihrem Sohn Alexander alleine zur Schule zu gehen, die nur einige Straßen entfernt liegt. An einem Morgen im Mai verabschiedet er sich an der Tür und Susan winkt ihm ein letztes Mal, bevor er um die Ecke biegt. In der Schule kommt Alexander nie an, er verschwindet, ohne dass jemand der Anwohner und Passanten etwas mitbekommt.

Die Geschichte vom verschwundenen Alexander ist kein Krimi und es geht darin auch nicht darum, wie der Täter gefasst wird. Vielmehr befasst sich die Autorin Beth Gutcheon mit dem sozialen Zusammenspiel und der Veränderungen menschlichen Verhaltens in einem solchen Fall. Zu Anfang sind Nachbarn und Freunde entsetzt und fühlen mit ihr. Sie helfen bei Suchaktionen, hängen Plakate auf und telefonieren auf Teufel komm raus, mit allen Menschen, die etwas zur Klärung des Falles beitragen könnten. Schon bald ebbt die Welle der Hilfsbereitschaft ab, es stört manche Nachbarn und/oder Freunde, dass sie zu einem Lügendetektortest antreten müssen oder sie haben schon länger vorausgeahnt, dass mit Susan und ihrem Kind etwas nicht stimmt. Affären, Gefängnisstrafen und andere Dinge der Nachbarschaft kommen ans Licht und machen klar, dass man niemanden so gut kennt, wie man glaubt.
Zugleich wird die Hilflosigkeit der Familie verdeutlicht, die nichts anderes tun kann, als die Arbeit der Polizei zu unterstützen und geduldig abwarten muss, ob sie zu einem Ergebnis kommt.

Die komplette Geschichte wird aus der Perspektive der wartenden Mutter geschildert. Ab und an jedoch kommt der ermittelnde Polizeibeamte Detektiv Al Menetti in Gedanken und Worten zum Zuge.

Fazit:

Die Erzählweise aus Sicht der wartenden Mutter ist gut gewählt. Auffällig war mir der mitunter etwas verstaubte Erzählstil, an den man sich allerdings rasch gewöhnt. Mit der Mutter wurde ich nicht so richtig warm, denn sie handelte in vielen Fällen zu emotionslos für eine Frau, die nicht weiß, wo ihr Sohn steckt. Detektiv Al Menetti, selbst Vater, wächst einem da deutlich schneller ans Herz, denn er legt alles daran, Alexander zu finden. Die Reaktionen und Handlungen einiger Handlungen und Freunde bleiben für mich befremdlich. Trotzdem werde ich wegen der guten Idee der Perspektive und die insgesamt recht schlüssige Erzählweise vier von sechs Daumen vergeben.

Daumen hochDaumen hochDaumen hochDaumen hoch

Diese Rezension ist eine abgearbeitete Aufgabe von Daggis Buch-Challenge 2015
Logo-Buchchallenge
32. Lese ein Buch ein Buch, das verfilmt wurde.

Verfilmt bereits 1983 An einem Morgen im Mai unter anderem mit

Kate Nelligan und

Judd Hirsch

Und ein gelesener Titel für die Verstaubte-Bücher-Challenge- die Zweite von Kerstin

VerstaubteBu00FCcherChallenge-300x168

März: Vielleicht ein Buch mit Tieren?

Ja, ein Hund namens Taxi spielt auch eine Rolle . Und wie verstaubt das Buch war, könnt ihr daran erkennen, wann es bereits verfilmt wurde .

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2 Kommentare von "An einem Morgen im Mai – Beth Gutcheon"

  1. März 17 - 16:42 | Permalink

    Die Story klingt eigentlich ganz spannend, aber vielleicht erspar ich mir das Buch und wage lieber einen Blick auf den Film… falls der sich auftreiben lässt.

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1 Trackback von "An einem Morgen im Mai – Beth Gutcheon"

  1. am Mai 18 um 10:20